Kochen der Abschlussklasse

Einmal wöchentlich findet in der Abschlussklasse mit Unterstützung von zwei Lehrkräften Kochunterricht statt. Darunter darf man sich keinen klassischen schulischen Kochunterricht vorstellen, sondern ein gemeinsames Kochprojekt einer Teilgruppe mit anschließendem gemeinsamen Essen in der Gesamtgruppe.

Der Kochprozess beginnt dabei mit der Auswahl der Rezepte. Dabei suchen die Schülerinnen und Schüler selbständig Rezepte für eine Vorspeise, ein Hauptgericht und einen Nachtisch in entsprechenden Internetmedien raus, wobei der Lehrer nur geringfügig steuernd eingreift, um das Budget und die zur Verfügung stehende Kochzeit von 1,5 Stunden nicht zu überschreiten.

Der Einkauf wird entweder gemeinsam in der Gruppe oder von einer Lehrkraft erledigt.

Beim gemeinsamen Kochprozess teilen die Schülerinnen und Schüler die Zuständigkeiten untereinander auf, sprechen sich über zu erledigende Aufgaben ab, unterstützen sich gegenseitig bei schwierigen Arbeitsschritten und gewinnen Freude am Kochen. Sowohl in ihren Entscheidungen, als auch bei den Arbeitsprozessen werden sie von den beiden Lehrkräften unterstützt.

Die Schülerinnen und Schüler bringen beim Kochen ihre unterschiedlichen Erfahrungen und Vorkenntnisse ein, und in der fast „familiären“ Atmosphäre kommt es oftmals zu Gesprächen, für die im regulären Unterricht kein Platz ist.

Der Höhepunkt des Kochens ist dann das gemeinsame Essen mit der gesamten Abschlussklasse, zu dem oftmals auch weitere Kolleginnen und Kollegen nach Unterrichtsende hinzukommen und dieser Abschluss des Unterrichtstages ist damit ein wichtiger Teil des Schullebens geworden.

Das gemeinsame Kochen bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit selbstorganisiert im Team zu arbeiten, Fertigkeiten für die spätere Selbstversorgung zu lernen, stolz auf ein selbst erschaffenes Produkt zu sein, in einer anderen und lockeren Atmosphäre zu lernen und in Kontakt mit Lehrkräften zu treten und vieles mehr.